SCALE erhält BMBF-Förderung zur Entwicklung von intelligenten Assistenzsystemen für SDM-Produkte

Am 1. Oktober 2019 startet SCALE mit SIDACT und SCAI ein Forschungsprojekt zu intelligenter Produktentwicklung.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Am 1. Oktober 2019 startet SCALE gemeinsam mit den Partnern SIDACT und dem Fraunhofer-Institut SCAI ein Forschungsprojekt zur „Virtuellen Produktentwicklung mittels intelligenter Assistenzsysteme“ (kurz: ViPriA). Das Projekt wird für die Dauer von drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Projektkoordinator für das Forschungsvorhaben ist SCALE. Assoziierte Industriepartner sind AUDI, Porsche und Volkswagen.

 

Das Projekt hat die Entwicklung von intelligenten, d.h. auf Künstlicher Intelligenz (KI)  und Machine Learning-Ansätzen (ML) basierenden Assistenzsystemen zur Unterstützung von Ingenieuren bei der simulationsbasierten, virtuellen Produktentwicklung zum Ziel. Mit Hilfe von intelligenten Assistenzfunktionen sollen Berechnungsingenieure im Entwicklungsprozess bei komplexen Entscheidungen unterstützt und von Routineaufgaben entlastet werden.

 

In der Praxis sollen Berechnungsingenieure in zwei wesentlichen Stufen des Entwicklungsprozesses unterstützt werden: (1) Zum einen durch die Entwicklung eines intelligenten Assistenzsystems, das dem Nutzer beim Erstellen einer numerischen Simulation Designvorschläge macht und Ergebnisprognosen bereitstellt. (2) Zum anderen durch die sukzessive Automatisierung der Analyse komplexer Simulationsergebnisse. Über nicht erwartetes Verhalten von Simulationen soll das System dem Nutzer Rückmeldungen geben. Die Analyse der Simulationsergebnisse beschränkt sich dabei nicht auf die Auswertung von skalaren Funktionsgrößen, sondern erkennt auch außergewöhnliches oder unerwünschtes Systemverhalten, das zudem visuell aufbereitet wird.

 

Kernprodukt von SCALE ist ein SDM-System (Simulationsdatenmanagement) bestehend aus den Applikationen CAViT und LoCo. Das Management von Ergebnisdaten aus Versuch und Simulation erfolgt in CAViT, Simulationsmodelle sowie CAE-Prozesse werden in LoCo verwaltet. Die Applikationen sind bei mehreren deutschen Automobilherstellern im Einsatz.

 

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens werden in die Entwicklung einer neuen, integrierten Produktgeneration einfließen und dem Anwender Zugriff auf neueste Technologien bei ihrer täglichen Arbeit geben. Martin Liebscher, Projektleiter von ViPriA bei SCALE: „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Maschine Learning spielt im Automotive-Bereich und darüber hinaus eine immer größer werdende Rolle. Mit dem Forschungsvorhaben ViPriA wollen wir die Chance nutzen, die neue Produktgeneration mit innovativen und strategisch wichtigen Technologien auf den Weg zu bringen.“

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